Pressemitteilung vom 25.05.2010: Vorstand neu gewählt
Heizungsoptimierung und Vorstandswahlen standen auf der Tagesordnung bei der Mitgliederversammlung
Am Donnerstag 20. Mai kamen die Mitglieder der Energie-Gemeinschaft bei der Jahreshauptversammlung zusammen. Neben dem offiziellen Teil der Mitgliederversammlung mit Vorstellung des Kassenberichts, Entlastung des Vorstands und Neuwahlen veranschaulichte der Referent, Jürgen Lutz von der Firma Honeywell, in seinem Vortrag anschaulich, was alles bei der Heizungsoptimierung zu beachten ist.
Bei der Heizung lässt sich im Haushalt die meiste Energie sparen. Dabei geht es nicht um eine möglichst hohe Effizienz der Einzelkomponenten, sondern um einen möglichst ganzheitlichen Ansatz: Das beste Ergebnis erhält man demnach dann, wenn die effiziente Wärmeerzeugung, die hydraulisch angepasste Wärmeverteilung und eine bedarfsgerechte Wärmeübergabe optimal aufeinander abgestimmt sind. Dabei lohnt sich eine Optimierung bestehender Anlagen durch Berechnung und optimale Einstellung für Eigentümer, Nutzer, Handwerk und Umwelt. Ohne Investition lässt sich bereits durch eine Voreinstellung vorhandener Thermostatventile, durch Anpassung der Pumpenförderhöhe und Anpassung der Regelungseinstellung bis zu 20 % Energie einsparen.
Gerade bei der hydraulisch angepassten Wärmeverteilung gibt es im Gebäudebestand erheblichen Nachholbedarf. So beträgt der Anteil der Gebäude mit hydraulisch Abgleich in Baden-Württemberg gerade einmal 15,3 % (Quelle: co2online gGmbH, www.energiesparclub.de). Dabei lässt sich mit einem Hydraulischen Abgleich im Durchschnitt bis zu 8 kWh/m2 a einsparen. Bei den Anlagen sind meistens hochwertige und gut funktionierende Einzelkomponenten vorhanden. Sehr häufig führt jedoch die schlechte Abstimmung der einzelnen Komponenten zu einem deutlich überhöhtem Energieverbrauch. Darüber hinaus bestünden Qualifikationsdefizite bei Planern und Fachhandwerkern. Bei Gebäuden im Bestand wird oft der Aufwand gescheut, der mit dem Hydraulischen Abgleich verbunden ist. Jedoch ist dieser grundsätzlich möglich, wenn die erforderlichen Armaturen im Rohrnetz vorhanden sind, wie beispielsweise voreinstellbare Thermostatventile oder Strangdifferenzdruckregler. Bei Gebäuden im Bestand lässt sich ein vereinfachtes Verfahren anwenden, so dass sich der Aufwand für den Hydraulischen Abgleich in Grenzen hält.
Im Vortrag wurde auch auf das Förderprogramm 431 der KfW-Bank eingegangen. Über dieses Programm wird unter anderem auch die Optimierung der Wärmeverteilung gefördert. Antragsberechtigt sind Träger von Investitionsmaßnahmen von selbst genutzten und vermieteten Wohnungsgebäuden (keine Ferien- und Wochenendhäuser). Die Antragsstellung erfolgt nach Durchführung der Maßnahmen und muss bis spätestens 3 Monaten nach Abschluss des Vorhabens bei der KfW gestellt werden. Maßgeblich ist das Datum der Rechnungsstellung.
Bildunterschrift:
Für die nächsten vier Jahre im Vorstand der Energie-Gemeinschaft:
1. Vorsitzender (hintere Reihe rechts):
Johannes van Bergen
Stv. Vorsitzender als Vertreter des
Elektrohandwerks (vordere Reihe links):
Walter Moll
Stv. Vorsitzender als Vertreter des Installateurs- und Heizungsbauhandwerks (hintere Reihe Mitte):
Jürgen Schürrle
Geschäftsführerin (vordere Reihe Mitte):
Frauke Windsheimer
Schulungsreferent (vordere Reihe rechts):
Jochen Siegle
Außerdem auf dem Bild (hinten links):
Versammlungsleiter und Innungsobermeister Walter H. Frank, der seit dem Jahr 2003 zusammen mit Siegfried Plessing das Amt des
stv. Vorsitzenden in der Energie-Gemeinschaft ausgeübt hatte, sich aber aufgrund der Bereitschaft jüngerer Kollegen nicht mehr zur Wahl aufstellen ließ.
Energiesparbroschüre anfordern
Die Broschüre "Energie sparen, Umwelt schonen, Kosten senken bei Neubau und Modernisierung" gibt einen Überblick über die wesentlichen Heizungsvarianten und Energiesparmöglichkeiten. Dabei wird auch der Einsatz erneuerbarer Energien berücksichtigt. Neben Einspartechnologien sind in der Broschüre auch beispielhafte Kostenrechnungen enthalten.
Die Broschüre kann bei der Geschäftsstelle des Vereins kostenfrei angefordert werden.



